Montag: Wir bauen uns ein Dach: 3. Teil

Es regnet nicht, aber es dampft. Wäschewaschen, mit kaltem Wasser und viel Seife und Gerubbel, verschiebe ich auf morgen. Stattdessen mache ich mich an den Bau des Vordachs. Zwei deutsche Studentinnen, die Mitte August zu uns gestoßen sind und meine zwei Superbuilder, die 23-jährigen Zwillinge Patrick und Peter helfen mir. Um nicht wieder auf den unzuverlässigen Schlosser angewiesen zu sein, habe ich umgeplant und statt Metallplatten zur Befestigung der Verstrebungen kommt nun ein Brett aus Eukalyptusholz zu Einsatz. „Good thinking bad woman“ denke ich, denn es gelingt mir nicht einmal die besonders schweren, weil besonders frischen Bretter überhaupt hochzuheben. Durch die Feuchtigkeit des Holzes sind sie so stark verzogen, dass man aus ihnen  besser ein Boot bauen sollte. Das Ergebnis ist, dass sie krumm und schief an der Wand hängen. Jetzt wäre eine Schraubzwinge recht, aber so etwas gibt es hier nicht. Wie ich dieses Detail löse, um es halbwegs mit meinem Gestaltungsanspruch in Einklang zu bringen, weiß ich noch nicht. Wir lassen die Bretter schief hängen, denn es fängt schon wieder an zu regnen.

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