Dienstag: Von Hexen und Nachttänzern

Wir sitzen im Auto in Richtung Kampala. Unser Fahrer, in Kampala zur Schule gegangen und an der Makerere-Universität studiert, erzählt uns von „Witchcraft“ und „Nightdancers“. Hexerei ist in den Dörfern noch immer weit verbreitet. Die Details über eine Sitzung eines Freundes unseres Fahrers bei einem Hexer oder Heiler lassen mich gruseln. Vodoo, geköpfte Hühner und deren Blut, Stimmen der Ahnen…

Der Bericht über tote Verwandte, die von Kindern Besitz ergreifen und durch sie sprechen rufen in meinem Gedächtnis Bilder aus Hollywood-Filmen wach. Dass all das noch existiert, in diesem Land erstaunt mich und es irritiert mich auch, weil ich nicht weiß wie ich diese Geschichten einordnen soll. Als der Fahrer von den Nightdancers erzählt, seltsamen Menschen, die Tote essen, meldet sich Fiona vom Rücksitz. Davon hätten ihr die Kinder in Peace Africa auch erzählt und einige davon wären jenen seltsamen Zeitgenossen auch schon begegnet. Als ich unseren Akademiker-Fahrer frage, ob er denn an diese Geschichten glaube, erwidert er: Glauben würde er sie nicht, aber erlebt hätte er sie schon.

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