Dienstag: Regen, Schlangen, schlimme Träume

Heute Nacht ging es los. Irgendwann gegen drei Uhr morgens fängt Anton an wie am Spieß zu schreien. Er schlägt um sich und lässt sich durch nichts beruhigen. In seinen Augen steht die pure Angst aber ich kann ihm nicht entlocken was los ist. Hat ihn im Schlaf ein Tier attackiert oder war es nur ein Traum? Erst Fragen nach seinem Namen und dem seines Papas bringen ihn wieder zurück in die Realität und er kann eng an mich gekuschelt wieder einschlafen. Erst am nächsten Morgen erzählt er mir mit heiserer Stimme von seinem Traum in dem sich sein halber Kopf in eine Ananas verwandelt hat, die die andere Hälfte versuchte aufzuessen.

Die nächste Horrorszene ereignet sich am Nachmittag. Nach weiterem sintflutartigen Regen, der auch unser Zimmer unter Wasser setzt, (aber das ist gar nicht das Thema), schwärmen die Kinder aus um die Schäden der Umgebung zu inspizieren wie eingestürzte Wände und unterspülte Straßen (aber auch das ist gar nicht das Thema). Nach einer Weile beschleicht mich das Gefühl, dass Anton schon zu lange weg ist. Fiona macht sich auf ihn zu suchen. Sie findet den armen Kerl gestrandet auf einem Felsen und vor Angst wimmernd – zusammen mit einer Schlange. Ins Wasser traut er sich nicht weil er auch dort Schlangen gesehen hat. Todesmutig steigt die große Schwester in die braune Brühe und trägt ihren kleinen Bruder huckepack ans rettende Ufer.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.