Samstag: Es geht voran

Ich bin noch hier, umringt von einer Traube drei- bis fünfjähriger aus der Nachbarschaft, die so interessiert in meinen Bildschirm schauen als könnten sie lesen was ich schreibe. Schwarze Wollen ziehen auf und ich ahne Böses. Die letzten Tage hatten wir Glück und es hat nicht oder nur kurz geregnet. Die Arbeiten an unserer Tanzhalle sind gut vorangekommen. Gestern erst wurden die Steine geliefert, die die Kinder in einer Menschenkette vom Ablade- zum Bauplatz befördert haben. Diesmal war’s mit der Koordination ein bisschen schwierig, weil es einigen Jungs sehr viel mehr Spaß gemacht hat die schweren Lehmziegel durch die Luft zu werfen, als sie einfach dem nächsten in die Hand zu geben. Außer meinem Anton, dem natürlich ein Stein auf den Fuß gefallen ist, gab’s auch keine Verletzten. Nach kurzem Abgleich mit Muko der Maßtoleranzen (in Deutschland 1 cm, hier min. 3 cm) legten die Arbeiter los.  Anfangs hatte ich noch vor mitzumaurern, das hatte ich ja schließlich vor 20 Jahren in meinem Baustellenpraktikum gelernt. Als ich aber sah wie hier in Windeseile Mauern quasi ohne Werkzeug mit ca. 4 cm breiten Fugen (in Deutschland 1 cm) in die Höhe wachsen, gab ich den Plan flugs wieder auf und freue mich einfach am Ergebnis, das für zwei Tage Arbeit wirklich beachtlich ist.

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