Montag: Wir bauen uns ein Dach: 1. Teil

Am morgen fahre ich mit dem Boda-Boda zum Holzhändler um die gestern (hier wird auch Sonntags gearbeitet!) bestellten Träger für den Dachstuhl abzuholen. Als ich ankomme, werkelt der Händler noch mit seiner Säge an einem der Träger. Also mache ich mich auf den Weg zum Schlosser bei dem ich Zugstäbe und Nagelplatten (wird in Handarbeit individuell angefertigt), bestellt habe. Nur leider konnte der Schlosser wegen des anhaltenden Stromausfalls nicht arbeiten und so besprechen wir stattdessen die Fenstertüren, die er schweißen wird wenn ich schon längst wieder in Deutschland bin. Im Moment können wir sie uns noch nicht leisten. Ich muss meine Zeichnungen genau erklären. Total nett finde ich immer das Staunen in den Gesichtern und den Satz „Ahaaa, that could work“. Obwohl hier alles individuell angefertigt wird, gibt es eigentlich keine gestalterische Vielfalt. Der Schweißer nickt meine Pläne ab und ich marschiere wieder zurück zum Holzhändler.

Beim Verladen auf den Transporter merke ich wie schwer die Balken aus Eukalyptusholz sind und jetzt ist mir auch klar, warum der Händler beim Sägen so gekämpft hat.

Nachts in meinem Bett grüble ich besorgt, ob die dünnen Wände dieses schwere Dach überhaupt tragen und beschließe zumindest weitere Zugstäbe einzubauen.

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