Donnerstag: Auf neuen Pfaden

Die Bodenplatte ist fertig und muss trocknen. Wir fahren mit Ronnie in sein Dorf, wo bereits die nächste Bauaufgabe auf uns wartet. Ronnies Dorf  baut seit Jahrhunderten Trommeln, in früherer Zeit auch für den König. Ronnies Dorf hat keine Schule, dorthin müssen die Kinder 1,5 Stunden laufen. Sie sitzen mit rund 100 anderen Kindern in der Klasse. Frontalunterricht heißt hier leider oft, dass die Kinder die Phrasen des Lehrers wiederholen. Eine individuelle Betreuung ist aufgrund der großen Zahl an Kindern nicht möglich. Klar also, dass hier eine Schule her muss, eine private, die anders arbeitet. Auf einem Grundstück beachtlichen Ausmaßes, das Ronnie von seinem Großvater geerbt hat, soll Peace Africa 2 entstehen. Die Lage ist herrlich, ein Hanggrundstück mit dichter Vegetation und Blick auf das ausgedehnte Sumpfland im Tal. Fast alle Baumaterialien gibt’s vor Ort, Ton für die Ziegel aus dem Sumpf, Stein für den Beton wird direkt neben dem Grundstück abgebaut und Sand ist auch vorhanden. Auf der Fahrt nach Hause schwelgen wir in Gedanken, was wir auf dem Grundstück Tolles schaffen könnten.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.